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Erzeugung von Ultrahochvakuum

Ultrahochvakuum (UHV) erreicht man nicht allein mit einer guten Vakuumpumpe – entscheidend sind auch das Systemdesign, die Werkstoffwahl und das entsprechende Know-how. Pfeiffer liefert die Komplettlösung.

Herausforderungen bei der Erzeugung von Ultrahochvakuum

Um Ultrahochvakuum (UHV) – typischerweise definiert als Drücke unter 10⁻⁷ hPa (mbar) – zu erzeugen, ist ein präzises und abgestimmtes Systemdesign unerlässlich. Selbst kleinste Verunreinigungen können gravierende Auswirkungen haben: Ein einziger Fingerabdruck im Inneren der Kammer kann zu mehreren Stunden zusätzlicher Evakuierungszeit führen. Das macht deutlich, wie sauber, kontrolliert und sorgfältig geplant ein UHV-System von Anfang an sein muss.

Wichtige Fragen, die während der Planungsphase berücksichtigt werden sollten, sind:

  • Materialauswahl: Wie wirkt sich die Wahl des Materials auf das erreichbare Vakuumniveau und die Langzeitstabilität aus?
  • Kammerdesign: Welche Rolle spielen das Vakuumkammerdesign und die Oberflächenbehandlung bei der Minimierung der Gaslast und der Vermeidung eingeschlossener Volumina?
  • Minimierung der Leckagerate: Wie lassen sich potenzielle Undichtigkeiten bereits während der Montage erkennen und verhindern?
  • Pumpenlösung: Welche Pumpentechnologie und Kompressionsverhältnisse sind erforderlich, um zuverlässig UHV-Konditionen zu erreichen?

Alle Antworten und weitere Informationen finden Sie in den FAQ.

Auswirkungen auf das Ultrahochvakuum

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Im Ultrahochvakuum (UHV) verändert sich das Verhalten von Gasen erheblich. Mehrere physikalische Effekte müssen berücksichtigt werden:

  • Adsorption: Gasmoleküle lagern sich an den Oberflächen der Vakuumkammer an.
  • Absorption: Gase werden im Material selbst gebunden, häufig nach vorheriger Adsorption.
  • Desorption: Zuvor gebundene Gase werden in die Vakuumumgebung freigesetzt.
  • Permeation: Gase diffundieren durch Feststoffe in die Vakuumumgebung.
  • Leckage: Gase aus der Umgebung dringen über Undichtigkeiten oder mangelhafte Dichtungen in das System ein.
  • Virtuelle Leckagen: Totvolumina wie bei fehlerhafte Schweißnähte setzen langsam Gas frei und simulieren echte Lecks.

Systemdesign für Ultrahochvakuum-Anwendungen

Die Erzeugung von Ultrahochvakuum (UHV) erfordert mehr als nur leistungsstarke Vakuumpumpen – es kommt auf jedes Detail an.

Von der Minimierung von Ausgasungen in der Vakuumkammer bis hin zur Auswahl der richtigen Kombination aus Turbomolekular-Vakuumpumpen, trocken laufenden Vorpumpen und präzisen Messröhren spielt der Aufbau des Vakuumsystems eine entscheidende Rolle.

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Geeignete Komponenten sind zum Beispiel:

  • Kammern für Ultrahochvakuum (UHV)
  • Turbomolekular-Vakuumpumpen
  • Vorvakuumpumpen
  • Akkurate Druck- und Gasüberwachung
  • Zuverlässige Abdichtung und Leckageschutz

Eine vollständige Übersicht über alle kritischen Komponenten und deren Zusammenspiel finden Sie in unserem FAQ-Bereich.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Bauteile für Ihr Ultrahochvakuum-System (UHV)? Kontaktieren Sie unsere Vakuumexperten.

Einblicke in Anwendungen und Anforderungen aus der Praxis

Ultrahochvakuum (UHV) beschränkt sich nicht auf Grundlagenforschung. Vielmehr ermöglicht es Technologie über viele Bereiche. Erhalten Sie weitere Einblicke zu Anwendungen und Anforderungen direkt aus der Praxis:

Anwendungen und Industrien, die Ultrahochvakuum nutzen

  • Hochenergiephysik: Erfordert extrem stabile Vakuumbedingungen für Strahlführung, Beschleunigung und Kollisions­experimente.
  • Plasmaphysik und Fusionsexperimente: Sind auf saubere Hochvakuumbedingungen angewiesen, um Verunreinigungen zu minimieren und Hochenergie-Plasmainteraktionen zu kontrollieren.
  • Weltraumforschung und Satellitensimulation:Simulation des Weltraumvakuums und extremer Temperaturen für die Qualifizierung von Satelliten- und Raumfahrtbauteilen unter realistischen Einsatzbedingungen.
  • Massenspektrometrie und Oberflächenanalytik: Für die präzise Detektion von Ionen und die Analyse der Oberflächenzusammensetzung (z. B. XPS, AES) benötigt die Massenspektrometrie saubere, stabile UHV.
  • Photonik: Nutzt Ultrahochvakuum, um Störungen und Streueffekte in Lasersystemen, Detektoren und Hochspannungsanwendungen zu minimieren.

Interessieren Sie sich dafür, wie Ultrahochvakuum (UHV) in Ihrer Forschung oder Ihrem Produktionsprozess Anwendung findet? Kontaktieren Sie uns für maßgeschneiderte Systemempfehlungen.
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Wissenswertes über UHV

Wie erzeugt man ein Ultrahochvakuum (UHV)?

Die erfolgreiche Erzeugung eines Ultrahochvakuums (UHV) beginnt mit einem fundierten Verständnis der Vakuumphysik – einschließlich Vakuumniveaus, Druckdynamik und Gasverhalten. Entdecken Sie unsere Experten-Videoserie mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Design von UHV-Systemen, zur Vorbereitung der Kammer und zur Auswahl der passenden Pumpe.

Zur kompletten Videoreihe

Was sind die Schlüsselkomponenten eines UHV-Systems?

Ein Standard-Ultrahochvakuum-Pumpstand (UHV) beginnt mit einer trockenen Vorpumpe (zweite Stufe), um den Druck auf etwa 10−³ hPa (mbar) zu senken. Eine Hoch- oder Ultrahochvakuumpumpe (erste Stufe), wie z. B. eine Turbomolekular-Vakuumpumpe, übernimmt dann das Erreichen des endgültigen Betriebsdrucks.

    • Vakuumkammern: Hergestellt aus austenitischem Edelstahl, um Ausgasungen zu minimieren und hohen Temperaturen standzuhalten. Erfahren Sie mehr in unserem Abschnitt über Vakuumkammern.
    • Hochvakuum-Pumpen: Für leichte Gase wie Wasserstoff oder hohe Gaslasten durch Ausgasung bieten Turbomolekular-Vakuumpumpen (z. B. die HiPace H-Baureihe) Kompressionsverhältnisse ≥ 10⁷ – entscheidend für das Erreichen und Halten von UHV.
    • Vorpumpen: Trockenlaufende Vakuumpumpen wie Scrollpumpen (HiScroll), Membranpumpen (MVP) oder mehrstufige Wälzkolbenpumpen (ACP) arbeiten ölfrei, leise und wartungsarm – ideal für saubere UHV-Umgebungen. Drehschieber-Vakuumpumpen (z. B. DuoVane) eignen sich besonders, wenn Kompaktheit und Robustheit gefragt sind.
    • Vakuum-Messröhren: Zur genauen Druckmessung – eine zentrale Voraussetzung für die Überwachung und Diagnose von UHV-Systemen – kommen Ionisations- und Kaltkathoden-Vakuummeter zum Einsatz.
    • Restgasanalysegeräte (RGA): Instrumente wie das PrismaPro analysieren die Gaszusammensetzung in Echtzeit, um Verunreinigungen oder Leckagen zu erkennen und die Systemsauberkeit zu überprüfen.
    • Metallische Dichtungen und CF-Flansche: Sorgen für eine dichte, temperaturbeständige Abdichtung mit minimaler Permeation – entscheidend beim Ausheizen oder thermischen Zyklen.
    • Ventile und Zubehör: Gewährleisten einen sicheren Betrieb, isolieren Kammern und unterstützen eine flexible Steuerung des Systems. Intelligente Ventil-Konfigurationen schützen die Bauteile während der Belüftung oder unter Notfallbedingungen.
    • Dichtheitsprüfung: Nach der Montage ist eine Helium-Lecksuche unerlässlich, um die Integrität des Systems zu überprüfen. Selbst kleinste Leckagen können UHV-Bedingungen verhindern. Durch geeignete Dichtheitsprüfung wird sichergestellt, dass die spezifizierte Leckrate vor dem Ausheizen und dem finalen Abpumpen eingehalten wird.

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    Welche Werkstoffe eignen sich am besten für eine Ultrahochvakuum-Kammer?

    Die Materialauswahl beeinflusst alles von der Vakuumintegrität bis zur Langzeitstabilität. Es geht nicht nur um geringe Ausgasraten – mehrere Faktoren spielen eine Rolle:

    • Gasdichtheit: Niedriger Dampfdruck und minimaler interner Gasgehalt.
    • Mechanische Festigkeit: Formstabilität unter Vakuumbedingungen.
    • Desorptionsrate: Minimales Ausgasen von Oberfläche und Grundmaterial.
    • Thermische Kompatibilität: Passende Ausdehnungsverhalten (z. B. Edelstahl/Kupfer-Kombinationen).
    • Praxisgerechte Fertigung: Gute Verarbeitbarkeit und hohe Verfügbarkeit.

    Austenitischer Edelstahl bleibt aufgrund seiner Beständigkeit und seines Verhalten beim Ausheizen der Standard für UHV-Systeme.

    Benötigen Sie Unterstützung bei der Material-Auswahl? Sprechen Sie mit unseren Experten.

    Was unterscheidet Ultrahochvakuum (UHV) vom Hochvakuum (HV) und vom Extremhochvakuum (EHV)?

    Vakuumsysteme werden in der Regel nach den Druckniveaus eingeordnet, die sie erreichen. Jeder Druckbereich hat spezifische technische Anforderungen und bedient unterschiedliche Anwendungen:

    Vakuumbereich
    Druckniveau
    Hochvakuum (HV)
    10⁻3 hPa bis 10⁻8 hPa (mbar)
    Ultrahochvakuum (UHV)
    10⁻8 hPa to 10⁻11 hPa (mbar)
    Extremhochvakuum (XHV oder EHV)
    Bis 10⁻¹² hPa (mbar) und tiefer


    Für industrielle Prozesse ist Hochvakuum oft ausreichend. Im Gegensatz dazu erfordern UHV und EHV spezielle Werkstoffe, Dichtungstechnik und hochentwickelte Pumpsysteme.

    Der Enddruck von Turbomolekular-Vakuumpumpen (TMP) liegt im unteren UHV-Bereich und in optimierten Konfigurationen sogar im EHV-Bereich. Für höhere EHV-Bedingungen sind zusätzliche Technologien erforderlich, etwa Ionenpumpen (IP), Titansublimationspumpen (TSP) und Nicht-verdampfbare Getterpumpen (NEG).

    Warum sind Betriebsdruck und Kompressionsverhältnis wichtig?

    Zu den wichtigsten Schritten bei der Auslegung eines UHV-Systems gehört es, den angestrebten Betriebsdruck (pₒ) und die dafür erforderlichen Bedingungen umfassend zu verstehen.

    Er legt fest:

    • Das Vakuumniveau, das Ihr System während des Betriebs aufrechterhalten muss.
    • Den Vakuumpumpentyp und die -größe.
    • Werkstoffe und Abdichtungsstrategien.


    Auslegungen ohne klar definierten Ziel-Betriebsdruck resultieren oft in Systemen, die entweder überdimensioniert und teuer sind – oder zu instabilen und mit unzureichender Leistung. Auch das Kompressionsverhältnis (K₀) der Turbomolekular-Vakuumpumpe der Turbomolekularpumpe spielt eine entscheidende Rolle – insbesondere bei Wasserstoff und anderen leichten Gasen. Basierend auf der Gaede-Formel beschreibt dieses Verhältnis die Fähigkeit der Vakuumpumpe, den Gasdruck in einer Stufe zu reduzieren. Je niedriger der Solldruck, desto höher das benötigte Kompressionsverhältnis.

    Weitere Details finden Sie in unserem Fachbuch zur Vakuumtechnologie.

    Der Betriebsdruck und das Kompressionsverhältnis bilden zusammen die zentralen Auslegungsparametern für die zuverlässige Erzeugung von Ultrahochvakuum (UHV).

    Jetzt Videos zu den Vakuum-Grundlagen ansehen

    Warum ist der Leitwert wichtig?

    Im Bereich der molekularen Strömung wird der Leitwert des Systems - also die Durchlässigkeit der Vakuumleitungen für Gasmoleküle - zum entscheidenden Faktor. Lange oder schmale Leitungen führen zu einer deutlichen Verminderung des effektiven Saugvermögens. Eine optimierte Systemgeometrie stellt sicher, dass Vakuumpumpen ihr volles Potenzial ausschöpfen.

    Warum Pfeiffer-Turbopumpen für UHV-Anwendungen einsetzen?

    Seit 1955 setzt Pfeiffer Maßstäbe in der Turbopumpentechnologie – mit präziser Ingenieurskunst, Innovationskraft und jahrzehntelanger Erfahrung. Unsere Turbomolekular-Vakuumpumpen, einschließlich der laser-gewuchteten HiPace-Baureihe, sind weltweit für ihre lange Standzeit, ihr niedriges Vibrationsniveau und ihre gleichbleibende Leistung selbst in anspruchsvollen UHV- und EHV-Anwendungen bekannt.

    Mit unserem Fachwissen stellen wir sicher, dass Sie die richtige Turbopumpe für Ihren Prozess erhalten – ganz gleich, ob Sie mit leichten Gasen wie Wasserstoff arbeiten oder eine kompakte Lösung zur Integration in Analysegeräte benötigen.

    Neugierig, wie eine Turbopumpe funktioniert? Entdecken Sie das Funktionsprinzip und erfahren Sie mehr über unsere Turbopumpen.

    Was sind die häufigsten Fehler, die das Erreichen der UHV verhindern und wie können sie vermieden werden?

    Die Erreichung von UHV erfordert größte Sorgfalt von der Auslegung bis zur Montage und Inbetriebnahme eines Systems. Häufige Probleme, die das Erreichen eines Ultrahochvakuums verhindern, sind:

    • Dichtungen aus Gummi oder Kunststoffe sind gasdurchlässig, wodurch das Vakuumniveau über die Zeit verschlechtert wird.
    • Schlechte oder doppelte Schweißnähte können virtuelle Lecks verursachen indem sie Gas einschließen, welches nach und nach entweicht.
    • Wenn Ausheizvorgänge ausgelassen werden verbleiben an der Oberfläche dort gebundene Gase (insbesondere Wasserdampf), die eine Verminderung des Drucks verhindern.


    Maßnahmen zur Problemvermeidung

    • Für leckdichte Verbindungen verwenden Sie CF-Dichtungen aus Vollmetall.
    • Minimieren Sie nichtmetallische Bauteile im Vakuumsystem.
    • Achten Sie auf saubere Innenverschweißung ohne Tot- oder Hohlräume.
    • Planen Sie immer ein kontrolliertes Ausheizen in Ihren Inbetriebnahme-Prozess ein.

    Gut geplante UHV-Systeme – unterstützt durch zuverlässige Bauteile und fachkundige Anleitung – gewährleisten Langzeitstabilität und wiederholbare Ergebnisse.

    Erfolgreiche Kundenprojekte

    Ultrahochvakuumsysteme (UHV) sind weit über die Grundlagenforschung hinaus in zahlreichen Anwendungen essenziell. Erfahren Sie, wie UHV die Grundlage für anspruchsvolle Umgebungen schafft – und welchen Beitrag Pfeiffer zum Gelingen leistet:
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