Pfeiffer Vacuum

Warum seit 1958 Turbopumpen Turbopumpen heissen!

 

Die Anfänge der Turbopumpe
Als Dr. Willi Becker 1945 die Leitung des Labors bei der Arthur Pfeiffer GmbH übernahm, interessierte er sich für alle Möglichkeiten, Pumpen zu bauen. Zur Verbesserung von Öldiffusionspumpen konstruierte Becker ein rotierendes Baffle, das die Ölmoleküle der Pumpen vom Rezipienten fernhalten sollte. Es bestand aus einem rotierenden Flügelrad und stehenden Leiträdern mit spiegelbildlich angeordneten Flügeln.

Becker stellte fest, dass damit im Molekularbereich ein beachtliches Druckverhältnis erzeugt werden konnte. Es lag daher nahe, durch Hintereinanderschalten mehrerer solcher Stufen eine Pumpe zu konstruieren. Diese Pumpe benötigte Öl lediglich noch zur Schmierung der Lagerung.

Dr. Willi Becker 1980 im Labor bei Pfeiffer Vacuum
Dr. Willi Becker 1980 im Labor bei Pfeiffer Vacuum

Bereits 1916 hatte Gaede Molekularpumpen mit einer grundsätzlich anderen Geometrie entwickelt, die sehr enge Spalte zwischen stehenden und rotierenden Teilen benötigte. Daraus resultierte eine hohe Zerstörungsgefahr bereits durch kleine Partikel. Diesen entscheidenden Nachteil hatte die neue Pumpe nicht. Zur Unterscheidung erhielt sie den „Vornamen“ Turbo, da sie in ihrem Aufbau einer Turbine stark ähnelte.

Im Jahr 1958 wurde bei der Arthur Pfeiffer GmbH die Turbopumpe entwickelt. Damals bestand das Ziel darin, ein kohlenwasserstofffreies Vakuum zu erzeugen. Heute sind die Turbopumpen von Pfeiffer Vacuum der Inbegriff für Hightech-Produkte mit hoher Zuverlässigkeit und optimalen Leistungsdaten.

Serienfertigung
1958 startete die Serienfertigung der ersten Turbomolekularpumpe, die ein Saugvermögen von 150 l/s erreichte und 95 kg wog. Wurden in den ersten Jahren 100 bis 200 Pum pen pro Jahr überwiegend für Universitäten und Forschungsinstitute gefertigt, eröffneten sich durch die einfache Handhabung und das reine
Vakuum neue Einsatzgebiete in der Analytik und in der industriellen Verfahrenstechnik. Insbesondere die rasante Entwicklung in der Mikroelektronik und im Bereich der Mikrochips wäre ohne Turbopumpen, die für das notwendige Hochvakuum unter extremen Bedingungen sorgen, nicht möglich gewesen.

 

Download Dokument (PDF ~ 485.8 KB)

Zurück

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen die Sie uns mitteilen möchten?

Senden Sie uns eine Nachricht.

Seitenfunktionen
  • Wie hat Ihnen diese Seite gefallen?

  • Empfehlen Sie diese Seite weiter!

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Weitere Informationen